Montag, 31. August 2015

Erste Tage und erste Eindrücke

Samstag, nun war es soweit:
Wir trafen unsere Gastfamilien. Ich war so überglücklich, als ich alle mit dem roten Oldtimer-Ford anfahren sah. Meine Gastbrüder Juan David (6) und Gustavo Andres (8) waren am Anfang noch nen bisschen scheu, aber jetzt hängen sie an mir und das ist gut so, weil wir den ganzen Tag miteinander reden. Dann wird das mit der Sprache ziemlich schnell kommen.

Das Haus
Ja, also dann sind wir zum Haus gefahren. Ich glaube wir sind schon eher am Rande vom Zentrum der Stadt (hab noch nicht so den Überblick über diese chaotische Stadt...).
Wir wohnen in nem Stadtviertel, das nur wenige Einfahrten hat und die sind durch Schranken geschlossen und auch oft bewacht. Also kann man sich hier eigentlich auch relativ gut alleine rumtreiben. Meine Gasteltern sind dabei auch Gottseidank total locker. Sogar die beiden Kleinen dürfen bis 11 abends alleine rumlaufen.
Der Park vor der Haustür
Was echt von Vorteil ist, ist dass wir direkt gegenüber dem Haus einen Park mit Fußball-, Volley-, Basketball- und Spielplatz haben, in dem sich den ganzen Tag Leute rumtreiben. Dadurch konnte ich schon einige Bekanntschaften machen.
Nachbarschaft ist hier übrigens sehr wichtig. Jeder kennt jeden und es wird auch gerne eingeladen.



So, nun zu den Gasteltern. Die Mutter heißt Janeth und ist sehr nett. Wir reden oft noch nach dem Essen zusammen und versuchen, uns so gut es geht zu verständigen. Da ist der Übersetzer aufm Handy schon sehr hilfreich, denn ihre Englischkenntnisse sind eher ausbaubar...
Übrigens was mir sofort aufgefallen ist, dass hier eigentlich niemand in der Stadt Englisch kann, nichtmal die Erwachsenen. Und wenn es dann welche gibt die es können, ist es so hart zu verstehen, was sie eigentlich sagen wollen, weil die Aussprache sowas von schlecht ist.

Ich glaube, allgemein wird hier kein ganz so großer Wert auf gute Schule gelegt. Meine Cousine hier zum Beispiel hat jetzt schon 9 Jahre Englisch in der Schule und konnte mir ganze 4 Wörter auf Englisch aufschreiben. Von Aussprechen war gar nicht zu denken.
Bei mir fängt die Schule am Montag an, also morgen, dann kann ich Näheres berichten. Ich war schon meine Schuluniform kaufen und ja natürlich ist sie hässlich. Ehrlich gesagt hatte ich eigentlich auch nichts Großes erwartet.

Normale Uniform
Sportuniform


Gastvater Gustavo mit seinem Lieblingsauto (Ford F-100)
Mein Gastpapa heißt Gustavo, ist Kolumbianer und ist auch sehr nett. Er nennt mich immer "mi hijito" (sowas wie "mein Söhnchen"), was mich sehr glücklich macht. Insgesamt fühle ich mich hier sehr gut aufgehoben. Alle geben sich viel Mühe, dass ich mich hier wohlfühle und ja, es klappt, ich gewöhne mich langsam an das neue Leben hier.
Juan David und ich auf der Farm
Gustavo gehört eine Fabrik für Vanillemilchshakes (oder sowas ähnliches), die im ganzen Land verkauft werden. Schmeckt wirklich gut! (#keinewerbung).
Dazu hat er noch eine Finca etwas außerhalb mit bestimmt an die 100 Kühen für die Milch für die Shakes. Separat besitzt er noch 12 Pferde, die an Wettkämpfen teilnehmen.
Und er kommt eigentlich jeden Tag mit nem anderen Auto vorgefahren.
Wie man sich nun ausmalen kann, hat die Familie dann natürlich auch ein sehr gutes Haus für ecuadorianische Verhätnisse.
Ich war auch schon bei Anderen aus der Familie und die Häuser waren fast alle einfach aus Backstein und mit Wellblech gedeckt.



Aber jetzt will ich doch mal besser auf die ersten Tage eingehen und was ich erlebt habe...

Am ersten Tag sind wir direkt zu meiner Tante hier gefahren. Es ist oft so hier, dass sich die ganze Familie in einem Haus trifft und man da einfach nur sitzt, redet und die Kinder spielen. Für mich ist das natürlich noch eher schwer, tiefgründige Gespräche zu führen wegen meinem Spanisch, aber es ist echt so, von Tag zu Tag verstehe ich mehr. Da war ich doch schon total froh, dass der Mann der Tante Österreicher ist und ich mit ihm dann sprechen und ihn auch über Sachen wie Kriminalität und Co. ausfragen konnte.
Also hier muss man schon aufpassen, wo man rumläuft, was man bei sich hat und was man auf offener Straße zeigt. Fast jeder, den ich gefragt habe, wurde mindestens schon einmal ausgeraubt, aber wolln wir mal hoffen, dass sie einen armen blonden Deutschen in Ruhe lassen...
Apropos Deutsch: Ich merke schon, dass ich hier jemand ganz anderes bin.
Ich habe noch keine Person hier gesehen die größer ist als ich (ein Amerikaner hier hat mich auf satte 29 Jahre geschätzt - ohje bin ich wirklich schon so gealtert?) und blonde Menschen findet man hier höchstens im Friseursalon frisch gefärbt. Das kriege ich zu spüren, immer wenn wir durch die Stadt fahren, werde ich von jedem angeguckt und naja manchmal gibts da auch Mädels auf der Straße, die mich fotografieren und schöne Luftküsse schicken. Also auf das Thema bin ich doch mal gespannt hier. Ich werde möglicherweise berichten (oder lasse es besser bleiben... ;)

So, ansonsten passiert hier oft dasselbe. Wir setzten uns alle ins Auto, fahren zur Fabrik, warten dort ewig, bis die Erwachsenen fertig sind, um danach zur Baustelle zu fahren, wo grade eine Lagerhalle für den Shake gebaut wird. Danach gehts nochmal zur Finca und dann wiederholt sich der Ablauf grad wieder. Wir sind bestimmt 5 mal am Tag in der Fabrik und auf der Baustelle, aber naja das ist immernoch besser, als den ganzen Tag zu Hause zu gammeln.
Ich vermisse ein wenig den Sport, werde aber morgen in der Schule die Jungs fragen, in welchen Fußballverein ich am Besten gehen soll. Apropos Sport, Gustavo, meine Cousine hier und ich haben vor, im September an nem Triathlon mitzumachen. Das heißt Cousine schwimmt, Gustavo fährt Fahrrad und ich darf dann schön 10km laufen... Eigentlich müsste ich mal trainieren, aber naja egal ich pack das schon irgendwie.

Ihr werdet es nicht glauben (besonderer Gruß an meine Pfarrerinnen, Mama und Brabra), aber ja ich war wirklich schon an meinem ersten Sonntag hier in der Kirche. (Am Rande: 90% der Bevölkerung in Ecuador ist katholisch, der Rest gehört irgendwelchen Naturreligionen an und die Minderheit ist protestantisch).
Ich dachte eigentlich, ich gehe jetzt ganz normal in die katholische Kirche, aber nein, natürlich ist es hier mal wieder ganz anders als bei uns. Die Erwachsenen gehen ganz normal in den Kirchensaal und folgen dem Gottesdienst, die Kinder aber werden nach Alter sortiert und in verschiedene Räume gebracht, wo dann während der Zeit des Gottesdienstes über Gott, die Bibel und Co. gelehrt wird. Also sowas wie Religionsunterricht am Sonntag.
Ich hab kein Wort verstanden und mich (passend zum Thema), wie beim Turmbau zu Babel gefühlt.
Bin aber optimistisch, bald werde ich alles verstehen. Kann es gar nicht abwarten, denn es ist schon sehr anstrengend für mich den ganzen Tag aufzupassen, um was zu verstehen. Am Abend bin ich dann oft echt fertig und freu mich auf mein Bett.
Tipp: Was auch entspannt ist, hessisches Radio HR3 übers Internet zu hören, gewohnte Stimmen und ich bekomm noch ein bisschen mit, was in meinem geliebten Hessenlande abgeht.

Diese Woche waren Gustavo und ich nochmal in Quito über zwei Tage, weil er wieder mal geschäftlich dahin musste und er hat mich netterweise mitgenommen. Mittlerweile hab ich mich echt in die Straße von Santo Domingo nach Quito verliebt. Man kann so viel sehen.
Quito bei Sonnenschein
Quito an sich ist einfach nur gigantisch riesig und mich fasziniert immer wieder wie so ne riesen Stadt (2,2 Millionen Einwohner) in 3000 Metern Höhe liegen kann.
Die Luft in Quito war an manchen Stellen echt total dunstig und man sollte nicht ohne Gasmaske rumlaufen, weil der Vulkan Cotopaxi immer noch vor sich hindampft (sogar hier in Santo Domingo fast 200km entfernt haben wir manche Tage den Staub aufm Auto oder auf der Terasse).

So nun will ich auch nicht mehr weiter mit langen Geschichten quälen und machs einfach und schreib einfach in Stichpunkten auf, was mir hier sonst noch so alles aufgefallen ist:

-Verkehr: Dem europäischen Straßenverkehrsteilnehmer würde ich 30 Sekunden auf einer ecuadorianischen Straße geben und dann wars das aber auch. Jeder fährt wie er will und hupt einfach, um zu sagen, dass er gerne Platz hätte. Zum Beispiel hupt man, wenn man ausm Kreisel rausgelassen werden will. Ohne Hupe ist man hier also aufgeschmissen. Da fährt man dann lieber Bus oder Taxi. Hier gibts übrigens auch keine Bushaltestellen. Es fahren so viele Busse rum, dass man einfach winkt und aufspringt. Ja man springt wirklich auf. Die Türen im Bus sind immer offen, auch bei der Fahrt, und der Busfahrer fährt einfach kurz langsamer, dass du reinspringen kannst. Die Bustickets kann man sich hier auch noch gerade so leisten. Einmal durch die ganze Stadt kostet 25 Cent und als Schüler ganze 10 Cent.

Erfindungsgeist der Ecuadorianer
Man kann hier fahren wie man will und mit was man will, es interessiert niemanden so richtig.
Wer braucht schon Licht nachts oder nen Helm aufm Motorrad? Und na klar passt eine 5-köpfige Familie auf ein einziges Motorrad! Und nen LKW ohne Führerhaus, sondern einfach mit nem Gartenstuhl, fährt auch! (Bild rechts).

Den Sprit kann man sich hier auch gerade so leisten. Eine Gallone (knapp 4 Liter) kostet hier 1,40$ (Super) und Diesel 1$ (also wirklich nur 25 Cent pro Liter) und das schon seit Jahren. Die Preise sind im ganzen Land festgesetzt. (Wenn man mal bedenkt wie man in Deutschland Benzinpreise vergleichen muss...)
Man merkt, dass Benzin hier nix wert ist total in der Stadt. Jeder lässt seinen Motor an, auch wenn man mal ne halbe Stunde wo warten muss. Und kein Auto hat wirklich nen guten Filter Für mich ist es schwer, auf der Straße rumzulaufen, ohne zu husten.

Türklingeln gibts hier auch nicht, man hupt einfach paarmal, wenn man vorm Haus steht (ohne Hupe mal wieder aufgeschmissen).

-Der Müll wird ab und zu auch einfach auf der Straße verbrannt

-In der Stadt gibt es kein Warmwasser, aber ne kalte Dusche am Abend ist auch ganze angenehm, weil...

-...hier ist die Luft immer heiß und total schwül (ich denke die Luft ist so feucht, weil die Stadt umrundet von Regenwald liegt)

-Essen: In Ecuador isst man gefühlt das 10-fache wie in Deutschland. Jede Mahlzeit besteht normalerweise einfach aus Reis, Bohnen und Fleisch (und das nicht zu knapp).
Morgens um 8 erstmal richtig reinhauen
Unser Frühstück sieht dann auch genau so aus. Morgens um 8 Uhr nen fettes Stück Fleisch, Reis und Bohnen ist für mich noch etwas gewöhnungsbedürftig...
Aber das restliche Essen, das auf der Straße angeboten wird ist echt gut. Es gibt viele Menschen hier, die gar keine Küche richtig haben, weil auf der Straße gibt es zu jeder Uhrzeit und jede 3 Meter nen Essensstand. Und das sogar echt günstig, meist ist das typisch ecuadorianisches Essen und ne ganze Mahlzeit kostet 1-2$.

-Obst: Unbeschreiblich! Das Bild sagt alles.
Währenddessen am Straßenrand erstmal die Frage, bei welchem Stand kaufe ich denn heute mein Obst?
Es gibt Berge von Früchten, von denen man in Europa träumt oder sowieso noch nie was gehört hat (Beispiel: Baumtomate, ja ist wirklich ne Frucht).
Dann gibt es auch noch zu jeder Mahlzeit frischen, immer unterschiedlichen Obstsaft.
Mandarinenbaum bei der Finca
Sobald man hier einen Garten hat, hat man gleich den ganzen Garten voller Obstbäume. In der Finca zum Beispiel kann man einfach nen Stock nehmen und gegen den Baum hauen und schon fallen einem die Mandarinen auf den Kopf. Am Straßenrand sieht man hier außerdem sehr oft Kakaobäume und Bananenplantagen.
Ich glaube, wenn ich hier jeden Tag ne andere Frucht essen würde, wäre das Jahr hier zu kurz, um alles zu probieren.




So jetzt will ich aber aufhören, ich saß den kompletten halben Tag an diesem Eintrag und es wird langsam Abend.
Ich bin jetzt einfach nur noch gespannt, was die Zeit so bringt. Morgen geht die Schule los und damit beginnt mein Auslandsjahr dann endgültig. Ich hoffe, ich werde in nächster Zeit viele neue Menschen kennenlernen, die mich bei meinem Jahr in Ecuador begleiten werden.

Das waren jetzt tausende Infos zu diesem Land, wenn irgendjemand irgendeine Frage hat, dann bitte stellen, am besten in die Kommentare, dann kann ich da auch antworten.
Immer dran denken: "Wer nicht fragt bleibt dumm." :)


Ich melde mich bald wieder, wenns was zu erzählen gibt.
Ich wünsche euch noch einen schönen Restsommer in Deutschland, bald wird es Herbst...
Hier am Äquator kennt man ja sowas wie Jahreszeiten oder unterschiedliche Temperaturen garnicht.

Macht's gut - Cuidaten! - Passt auf euch auf!

Euer Jona




Mittwoch, 26. August 2015

Ich bin da!

Nun ist es wirklich da, mein Auslandsjahr. Ja, ich bin nun seit über ner halben Woche in Ecuador und es ist so traumhaft... Ich fange aber erstmal von vorne an:

Durchgehend essen im Flieger
Mittwoch morgen gings endlich los. Flug mit KLM von Frankfurt nach Amsterdam nach Quito. 
In Amsterdam haben wir erstmal alle Austauschschüler getroffen die aus Europa nach Ecuador fliegen.
In Quito waren wir dann insgesamt vielleicht so 25-30 Personas.
Die meisten waren aus Deutschland, aber einige kamen auch aus der Schweiz, Kanada, USA und Skandinavien.

Der Flug an sich war jetzt nicht so spannend vom Ausblick, da es ja einfach nur über den großen Teich ging. Ich habe mich dann aber so gefreut, als der Pilot über die Karibik geflogen ist und man Trauminseln sehen konnte.
Geschafft!
In Quito angekommen war erstmal die Spannung groß, ob meine Koffer den Weg auch geschafft haben. (Hatte ein bisschen Bammel, weil ich so viel Essen und Alkohol mitgenommen hab...). 

Unser Flugzeug in Quito - Landschaftsschock schon am Flughafen
Die "zugezogenen" Ecuadorianer von YFU
Aber ja, doch, alles war da und dann gings mitm Bus vom Flughafen in ein echt ganz hübsches Kloster etwas außerhalb. Wunderschöner Garten und Nonnen, die man hätte Knuddeln wollen, weil sie immer so süß gelächelt und sich über jedes Dankeschön riesig gefreut haben. Das war das erste Mal, wo ich merken konnte, wie gastfreundlich und höflich die meisten Ecuadorianer doch sind. 

In Quito hatten wir dann also 3 Tage Orientation-Camp. Es ging einfach wie immer um mögliche Probleme und den ganzen Kram. An dieser Stelle unwichtig...
Insgesamt war die Orientation echt schön und die 3 Tage haben einem Zeit gegeben, um realisieren zu können, dass man an seinem neuen Lebensort angekommen ist.

Blick vom Zimmerfenster aus auf den Vulkan Cotopaxi
Ecuador ist ja eigentlich nie in den Medien und ich muss auch zugeben ein eher total unbekanntes Land.
Die letzte Zeit gab es aber dieses eine Thema, das den Reportern Grund gab von Ecuador zu berichten, und zwar der Cotopaxi.
Für alle Dummen: Der Cotopaxi ist mit 5897m der zweithöchste Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde.
Das letzte Mal 1904 und nun im August 2015 ist er wieder ausgebrochen.
Wir können echt von Glück reden, dass wir genau in diesem Zeitpunkt zu genau diesem Ort auf der Welt kamen und das Schauspiel miterleben konnten.

Mit dem Bus von Quito -> Santo Domingo
Am Samstag dann war die Aufregung groß. Alle wurden mit Bussen in ihre Stadt gefahren. In meinem Fall Santo Domingo. Fast 200km ist die Fahrt von Quito dahin. In Sto Dmg sind mit mir noch 3 andere YFUler.
Die Fahrt an sich ist schon eine Reise dorthin wert (siehe Foto). Diesen Blick findet man höchstes im Werbeprospekt.




In Santo Domingo angekommen wurde es dann natürlich spannend, weil wir unsere Gastfamilien das erste mal sehen durften.
Die ersten Tage beschreib ich euch dann im nächsten Blogeintrag. Kommt die Tage, bis dann amigos!

Gute Nacht aus Santo Domingo de los Colorades.
Buenas noches!

Euer Jona



Mittwoch, 19. August 2015

Nur noch wenige Stunden... "Un ab!"

Nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder. In meinem letzten Eintrag hieß es noch, ohyeah nur noch 100 Tage, aber jetzt kann ich euch sagen, jetzt ist es ganz anderes... Ich kann es selber noch nicht glauben, aber es sind nun nur noch wenige Stunden. Bei mir gehts morgen früh um 7 Uhr ab Frankfurt los und ich muss schon um 5 am Flughafen sein.
Aber eigentlich bin ich ganz froh, dass ich so früh am Tag fliege, weil noch nen Tag warten hätt ich schwer ausgehalten. Ich will jetzt eigentlich nur noch, dass alles endlich losgeht und sich der ganze Aufwand und Stress bezahlt machen.

Weil ich schon so oft drauf angesprochen wurde, ja ich habe meine Gastfamilie und meine Stadt, in der ich wohnen werde. Und zwar: Die Familie besteht, wie eigentlich sehr oft, ja aus einem Mann und einer Frau. Meinen kleinen Bruder hier in Deutschland muss ich verlassen, aber dafür werde ich dort kleine Buben (6 und 8 Jahre) als Brüder haben und ich freu mich schon fett auf alle. Sogar ein Hund lebt in der Familie, yeeeha. Viel mehr weiß ich jetzt auch noch nicht, ich habe nur ab und zu mal mit meiner Gastmutter geschrieben und da hat sich rausgestellt, dass sie null Englisch versteht und ich ja eher noch, wolln wirs nett ausdrücken, eher ausbesserbare Spanischkenntnisse habe. Bin aber ganz zuversichtlich, vorallem muss ich dann ja dort Spanisch reden, da gibts kein Ausweg mit Englisch, also denk ich wird das mit der Sprache sehr schnell klappen.

Also nun zur Stadt. Santo Domingo. Und nein ich war erst baff, als ich die Stadt in Google Bilder gesucht habe, denn da kommen traumhafte weiße Sandstrände, aber hahaha dann hab ich gemerkt, dass des die Hauptstadt der Dominikanischen Republik ist. Naja knapp daneben ist auch vorbei.
Aber wenn man schlauerweise noch ein 'Ecuador' hinter das Suchwort eingibt, wird man fündig.
Also Santo Domingo ist eine Stadt genau zwischen Quito (Hauptstadt) und der Küste und damit eine eher riesige Handelsstadt (drittgrößte Stadt in Ecuador, so 400.000 Einwohner).

Santo Domingo, Ecuador
Sie ist, wie man sehen kann, denke mal, so kann man das schon nennen, im "Voralpenland" der Anden gelegen.
Zu viel umständliches Schreiben bringts auch net immer, also stell ich hier mal ein Video von Santo Domingo rein, in dem man hoffentlich ansatzweise kapiert, was das so für eine Stadt ist, also Film ab!:

 

Vielmehr kann ich jetzt gar nicht schreiben, weil die Zeit langsam knapp wird und ich eigentlich mal schlafen sollte... Nur noch 7 Stunden und ich hebe ab in die hoffentlich geilste Zeit meines Lebens.
Das heißt, dass ich mich das nächste Mal schon in Ecuador befinden werde, wenn ich wieder was von mir hören lasse.
Jetzt wirds langsam ernst und real, langsam kommt die Aufregung... 
Aber ich freue mich so sehr auf die nächste Zeit und bin so dankbar, dass mich so viele Menschen bei diesem kommenden Lebensabschnitt so sehr unterstützt haben. 
Ich werde euch alle vermissen! 
Bis nächsten Sommer, sage ich nun Adios! Danke für alles.

(Und ein letztes Mal viele Grüße ausm geliebten Hayn)

Euer Jona