Der zweite Anlauf ist nun vollbracht. Und ich kann sagen, dieser Anlauf war sowasvon perfekt!
Ich habe jetzt meine zweite Schulwoche in meiner neuen Schule hinter mir und ich bin total glücklich.
Am ersten Tag schon wurde mir so gut wie die ganze Schule vorgestellt, naja ok gut ich war in den Pausen mit meinem Freund Jesus (ist wirklich sein zweiter Vorname und natürlich muss ich das mal ausnutzen, dass ich ne Person kenne, die Jesus heißt. Vielleicht kann er mich ja auf irgendne Weise von irgendwas heilen) unterwegs und wie man vermuten kann, hat er mich dann den hübschesten Chicas
(für die Dummen: Chica = weibliche Form von Chico
(für die Dummen: Chica = weibliche Form von Chico
-- für die doppelt-Dummen: Chico = Junge -> Schlussfolgerung: Chicas sind die Mädels) von der Schule vorgestellt. Aber auch ansonsten hab ich echt viele coole Leute kennengelernt und es macht so Spaß, mit allen zu reden.
Ansonsten will ich jetzt gar nicht so viel zutexten, ich hab ja schonmal von Schule hier erzählt.
Das was sich verändert hat, ist das jetzt morgendliche Beten vor der ersten Stunde (weil ich bin wirklich auf ner katholischen Schule gelandet), dass die Schuluniform wesentlich lässiger ist, dass jetzt doch ein wenig mehr Schüler in meiner Klasse sind (von vorher 12 auf der alten Schule auf jetzt exakt 49 inclusive mir auf der neuen) und dass wir jetzt auch immer samstags Schule haben (Grund ist "El Niño" - Das Christkind, ein Wetterphänomen, bei dem sich die Strömungsverhältnisse im Pazifik dramatisch ändern und es kommt immer zu Allemmöglichen und natürlich vorallem Chaos, Unwetter und Überschwemmungen. Dadurch hört das Schuljahr immer früher auf, weil nicht mehr unterrichtet werden kann und diese Stunden müssen halt samstag vorgearbeitet werden. Also so hab ich das jedenfalls verstanden...), aber ich bin schon der Meinung, dass ich mir ab und zu den Samstag mal freinehmen kann.
Und das Beste ist, ich bin jetzt einfach sowasvon glücklich in der Schule. Das war und wird glaub ich, die beste und wichtigste Entscheidung in meinem Jahr hier gewesen sein, auf diese Schule zu wechseln.
Ich rede hier so viel in der Schule, dass ich auch schon rausgeworfen wurde oder Diskussionen mit den Lehrern führen musste deswegen. Auch weiß ich jetzt gar nicht mehr, wann ich die ganzen Einladungen von allen Leuten hier annehmen soll, dazu gibts gar nicht so viel Zeit... Da merkt man doch schon mal, dass ich jetzt sehr viel bessere Probleme in der Schule habe ;)
Das wars von der Schule, ich bin jetzt glaube so 2 Wochen auf der Schule und hab mich schon perfekt eingefunden und bin über alles glücklich wies jetzt so ist.
Mein Auslandsjahr ist jetzt so endgültig in die richtige Phase eingetreten und alles ist Bestens, so solls sein.
Das Gefühl ist schon echt komisch aber irgendwie auch absolut geil (wohlschmeckend #Insider-Familie-Köhler), einfach mal fast jeden Morgen Lust auf die Schule zu haben. Ich glaube, werde zum Streber. Mein Gott, dass war schon immer mein Traum gewesen und jetzt ist es einfach wahr, ich bin Streber! (Ja gut, wenn man jetzt mal von meiner Mitarbeit und meinen Schwätzchen im Unterricht absieht).
Ich bin jetzt ja auch mit Alicia, der anderen Deutschen hier, in einer Klasse und da haben wir letztes verlängerte Wochenende prompt mal nen Kurzurlaub mit ihren beiden Brüdern am Strand verbracht.
Es hat uns ins relativ nahe Atacames gebracht. Ist eine Kleinstadt direkt am Meer, wo am Wochenende natürlich auch einiges los ist am Strand. Wir haben uns nen echt gutes Hotel im ruhigen Nachbarort Sua gegönnt, mit eigenem Haus, Himmelbetten und direkt am Strand. Naja und das ganze für sageundschreibe 8$ (7,40€) die Nacht, lässt einen doch schon mal gerne Urlaub in einem Traumhotel am Meer machen.
Wir warn natürlich viel Baden, Bootstour und in der Nacht Fiesta mit viel Tanzen in den Strandbars gemacht, so wies sich gehört.
Die beste Entdeckung war eine Bar/Restaurant schwimmend mittem im Wasser, weit weg und ohne Anbindung zum Ufer. Man kann Ewigkeiten hinschwimmen oder einfach das zugehörige Boot nutzen. Aber wir (Hugo, der echt einer meiner besten Freunde geworden ist und ich) wären nicht wir, wenn wir nachts nicht zwischen den ganzen Fischerbooten mit ihren Netzen irgendwo im Wasser ohne Sicht, hingeschwommen wären. Wir haben da beide echt nen geilen Samstagabend verbracht, mit ernsten Gesprächen über unser zukünftiges Geschäftsleben, aber auch etwas später dann mit einigen Bier intus die lustigsten Geschichten über alles was man so reden kann
Wenn man da das erste Mal hingeht oder einfach nur die Bilder sieht, denkt man sich ja schon: "Das ein oder andere Bierchen hier in diesem Traumplatz zu trinken oder noch besser, was zu essen, muss ja ein Höllengeld kosten." Aber nein meine Freunde der Nacht, wir sind hier in Ecuador und hier ist preislich alles möglich. Ein Bier hat ganze 1,50$ (so 1,40€), was noch viel billiger ist als an jedem anderen Ort aufm Festland. Fast der Supermarktpreis und dann auch noch gekühlt auf einer Trauminsel, was gibts besseres?
Alles war perfekt, außer dass ich meine Unterwasserkamera ne Zeit am Strand vergessen habe und die dann natürlich sofort geklaut wurde. Das kann man noch verkraften, aber der geilste Scheiß ist uns Samstagnacht passiert:
Wir wollten mal an einen anderen Strand fahren, haben uns prompt verfahren, sind auf einen Sandweg direkt am Strand mit dem Auto gelandet und natürlich im Sand stecken geblieben. 1 Uhr nachts, nichts hilft. Nach stundenlanger Buddelei und erfolgloser Suche nach Menschen, die uns hätte helfen können, haben wir dann die Polizei gerufen und um Hilfe gebeten. "Jaja, sind schon aufm Weg", hieß es. Nach Ewigkeit warten kamen sie natürlich nicht. Ich habe mich mit Hugo auf einen 2-stündigen Fußweg gemacht um Menschheit zu finden, haben das dann auch geschafft und sind persönlich zur Polizeiwache gegangen und haben die Polizei dann wirklich überzeugen können. Um ungefähr 7 Uhr morgens haben wir, mithilfe eines Polizeijeeps, diese drecks Chinakarre endlich ausm Sand befreien können. 6 Stunden Buddelei und Suche. Schlafen.
Sonntag dann natürlich bis nachmittags geschlafen und dann Abfahrt nach Hause.War echt das geilste Wochenende, was ich hier bis jetzt hatte und vorallem hab ich jetzt endlich den Punkt abgearbeitet, das ecuadorianische Meer endlich zu sehen.
Nächste Woche gehts dann direkt weiter auf die nächste Reise mit der Organisation in den Oriente, also in den Regenwald. Ich hab so kranke Vorfreude dadrauf, das kann man sich gar nicht denken und vorallem seh ich die ganzen andern Austausschüler wieder und das wird Eskalation pur!
Alles safe hier unten am Äquator, mir gehts gut. Bin, wie man merkt, grad auf Expeditionstour, um Ecuador zu entdecken und erobern. Mein Land gefällt mir immer besser und besser.
"Ecuador du bist mein"
Mit diesem schönen (übrigens ganz allein selbst ausgedachten) Einzeiler-Liebesgedicht verabschiede ich mich.
Haut rein,
Euer Jona
Ansonsten will ich jetzt gar nicht so viel zutexten, ich hab ja schonmal von Schule hier erzählt.
Das was sich verändert hat, ist das jetzt morgendliche Beten vor der ersten Stunde (weil ich bin wirklich auf ner katholischen Schule gelandet), dass die Schuluniform wesentlich lässiger ist, dass jetzt doch ein wenig mehr Schüler in meiner Klasse sind (von vorher 12 auf der alten Schule auf jetzt exakt 49 inclusive mir auf der neuen) und dass wir jetzt auch immer samstags Schule haben (Grund ist "El Niño" - Das Christkind, ein Wetterphänomen, bei dem sich die Strömungsverhältnisse im Pazifik dramatisch ändern und es kommt immer zu Allemmöglichen und natürlich vorallem Chaos, Unwetter und Überschwemmungen. Dadurch hört das Schuljahr immer früher auf, weil nicht mehr unterrichtet werden kann und diese Stunden müssen halt samstag vorgearbeitet werden. Also so hab ich das jedenfalls verstanden...), aber ich bin schon der Meinung, dass ich mir ab und zu den Samstag mal freinehmen kann.
Und das Beste ist, ich bin jetzt einfach sowasvon glücklich in der Schule. Das war und wird glaub ich, die beste und wichtigste Entscheidung in meinem Jahr hier gewesen sein, auf diese Schule zu wechseln.
Ich rede hier so viel in der Schule, dass ich auch schon rausgeworfen wurde oder Diskussionen mit den Lehrern führen musste deswegen. Auch weiß ich jetzt gar nicht mehr, wann ich die ganzen Einladungen von allen Leuten hier annehmen soll, dazu gibts gar nicht so viel Zeit... Da merkt man doch schon mal, dass ich jetzt sehr viel bessere Probleme in der Schule habe ;)
Das wars von der Schule, ich bin jetzt glaube so 2 Wochen auf der Schule und hab mich schon perfekt eingefunden und bin über alles glücklich wies jetzt so ist.
Mein Auslandsjahr ist jetzt so endgültig in die richtige Phase eingetreten und alles ist Bestens, so solls sein.
Das Gefühl ist schon echt komisch aber irgendwie auch absolut geil (wohlschmeckend #Insider-Familie-Köhler), einfach mal fast jeden Morgen Lust auf die Schule zu haben. Ich glaube, werde zum Streber. Mein Gott, dass war schon immer mein Traum gewesen und jetzt ist es einfach wahr, ich bin Streber! (Ja gut, wenn man jetzt mal von meiner Mitarbeit und meinen Schwätzchen im Unterricht absieht).
Ich bin jetzt ja auch mit Alicia, der anderen Deutschen hier, in einer Klasse und da haben wir letztes verlängerte Wochenende prompt mal nen Kurzurlaub mit ihren beiden Brüdern am Strand verbracht.
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| Atacames - und die ganzen Strandbars (alle gleichen blauen Dächer am Strand) |
Wir warn natürlich viel Baden, Bootstour und in der Nacht Fiesta mit viel Tanzen in den Strandbars gemacht, so wies sich gehört.
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| Traumbar mitten im Pazifik |
-und natürlich Nachtbaden.
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| Hugo, Mauricio, Alicia und in deren Familie halbadoptierter Jona |
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| Fischerboote in Sua (locker kommt das Bild hier in den nächsten Werbegeschenk-Kalender "Traumbilder vom Äquator" von der Apotheke) |
Alles war perfekt, außer dass ich meine Unterwasserkamera ne Zeit am Strand vergessen habe und die dann natürlich sofort geklaut wurde. Das kann man noch verkraften, aber der geilste Scheiß ist uns Samstagnacht passiert:
Wir wollten mal an einen anderen Strand fahren, haben uns prompt verfahren, sind auf einen Sandweg direkt am Strand mit dem Auto gelandet und natürlich im Sand stecken geblieben. 1 Uhr nachts, nichts hilft. Nach stundenlanger Buddelei und erfolgloser Suche nach Menschen, die uns hätte helfen können, haben wir dann die Polizei gerufen und um Hilfe gebeten. "Jaja, sind schon aufm Weg", hieß es. Nach Ewigkeit warten kamen sie natürlich nicht. Ich habe mich mit Hugo auf einen 2-stündigen Fußweg gemacht um Menschheit zu finden, haben das dann auch geschafft und sind persönlich zur Polizeiwache gegangen und haben die Polizei dann wirklich überzeugen können. Um ungefähr 7 Uhr morgens haben wir, mithilfe eines Polizeijeeps, diese drecks Chinakarre endlich ausm Sand befreien können. 6 Stunden Buddelei und Suche. Schlafen.
Sonntag dann natürlich bis nachmittags geschlafen und dann Abfahrt nach Hause.War echt das geilste Wochenende, was ich hier bis jetzt hatte und vorallem hab ich jetzt endlich den Punkt abgearbeitet, das ecuadorianische Meer endlich zu sehen.
Nächste Woche gehts dann direkt weiter auf die nächste Reise mit der Organisation in den Oriente, also in den Regenwald. Ich hab so kranke Vorfreude dadrauf, das kann man sich gar nicht denken und vorallem seh ich die ganzen andern Austausschüler wieder und das wird Eskalation pur!
Alles safe hier unten am Äquator, mir gehts gut. Bin, wie man merkt, grad auf Expeditionstour, um Ecuador zu entdecken und erobern. Mein Land gefällt mir immer besser und besser.
"Ecuador du bist mein"
Mit diesem schönen (übrigens ganz allein selbst ausgedachten) Einzeiler-Liebesgedicht verabschiede ich mich.
Haut rein,
Euer Jona






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