Hallöchen alle ihr da draußen!
Im Hintergrund, ohne dass es viele mitbekommen haben, hat mich doch eine Sache sehr beschäftigt, eine wichtige Entscheidung. Und zwar wollte ich die Familie wechseln...
Ich erkläre euch jetzt aber mal genau, wie das gekommen ist, habe es die ganze Zeit ja echt ziemlich geheim gehalten. Man weiß ja nie, wer so meinen Blog liest, und das wäre eher kontraproduktiv, wenn am Ende jemand aus meiner ecuadorianischen Familie von meiner tollen Idee mitbekommen würde.
Als mir die Idee kam, gab es natürlich so einige Gründe dafür. Wie ihr ja schon wusstet, ist mein Gastvater sehr beschäftigt mit seiner Arbeit, seinem Milchshakegetränk, dass in ganz Ecuador bekannt ist. Er ist eigentlich nie zuhause: Arbeitet montags bis sonntags, von morgens bis abends. Oft verbringt er auch viel Zeit außerhalb der Stadt und ist dann viele Tage nicht bei seiner Familie.
Zweiter schwerer Punkt waren meine Geschwister. Nein, ich habe sie total gern, wir verstehen uns perfekt. Das Schwere war eher gesagt ihr Alter. Beide sind 6 und 8 Jahre alt. Damit kann man in meinem Alter echt nicht viel anfangen, außer mal ein wenig spielen, Scheiße bauen und im Park kicken. Auf lange Zeit wird das natürlich ziemlich langweilig.
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| Auf diesem Foto war mein Brüderchen 2 Tage alt, aber konnte schon verdammt gekonnt auf seinem ersten Selfie in seinem Leben posen |
Jetzt ist im Dezember auch noch mein neuer Gastbruder geboren, das hieß nochmal mehr Arbeit und nochmal weniger Zeit, etwas mit der Familie zu starten.
Ich kann mein Auslandsjahr natürlich durchgehend in meinem Zimmer verbringen und nicht viel unternehmen mit meiner Familie. So bin ich aber nicht und das hat mir immer ein schlechtes Gefühl gegeben, wenn ich lange Zeit einfach in meinem Zimmer war und nichts wirklich gemacht habe. Da denke ich mir dann immer, dass ich schon wieder einige wertvolle Stunden in meinem Jahr ans Nichtstun verschenkt habe.
Weil wir wie gesagt mit der Familie nie etwas unternommen habe, liegt es doch auf der Hand, dass ich rausgehen muss, um Freunde zu treffen. Meinen Gasteltern hat das aber nie so richtig gefallen...
Durch das alles war ich schon echt lange mit dem Gedanken beschäftigt, ob ich nun die Familie wechseln sollte oder nicht. Ich war mir aber nie so richtig sicher, ob meine Gründe für die Organisation ausreichen würden und hatte auch nie so richtig eine eventuelle neue Familie im Blick. Ich wollte nie eine neue Familie von der Organisation direkt zugeteilt bekommen. Wer weiß, ob eine für mich unbekannt Familie das alles besser machen kann. Auch habe ich meine Gastbrüder echt lieb gewonnen und wollte sie nicht einfach so verlassen. Ich war wirklich hin- und hergerissen.
Über das alles habe ich immer nur mit meinen besten Freunden hier und meiner Familie in Deutschland geredet. Irgendwann kam dann mein bester Freund auf die Idee, warum ich denn nicht zu ihm ziehen wolle. Ab diesem Moment, ab diesem Angebot hat mich echt die Motivation gepackt, jetzt endlich was zu bewegen und mein Auslandsjahr perfekt für mich zu machen.
Mitte Dezember habe ich dann das erste Mal mit der Person von YFU über alles geredet. Bis jetzt ist viel Zeit vergangen mit Gesprächen, Telefonaten und Unterlagen. Nachdem ich öfters mal auf die Organisation einreden musste, dass ich doch jetzt endlich mal wechseln möchte, hat es vergangene Woche endlich geklappt. Wir haben ein Gespräch mit meinen Gasteltern, der Organisationstante und mir ausgemacht.
Ich habe einige Tage vorher schon gewusst, dass dieser Mittwoch der Auszugstag sein wird und habe schon mal unauffällig meine Sachen (viel zu viele Sachen, wie ein Frauenhaushalt) gepackt und alles sauber gemacht.
In einer halben Stunde haben wir beide meiner Familie die Situation erklärt. Es ist echt gut verlaufen, meine Eltern haben mich verstanden und mir ganz lieb gesagt: "Jona, das hier ist immer noch für immer dein Haus, wir sind deine Familie, du kannst immer wiederkommen, wann du willst". Das hat mich super glücklich gemacht. So habe ich mir das immer gewünscht, dass wir so gut auseinander kommen. Auf jeden Fall werde ich meiner alten Familie immer mal einen Besuch abstatten, um ein wenig Zeit mit ihnen zu verbringen. Nach 5 Monaten sind die mir alle doch schon echt ans Herz gewachsen.
Es hat also alles wie vorgestellt geklappt und ich bin direkt nach dem Gespräch mit meinem Hausstand ausgezogen. Das alles war für meine (jetzt Ex-)Familie wirklich sehr überraschend und glaube auch echt traurig. Naja was soll man machen, ich habe mein halbes Auslandsjahr bei ihnen eine tolle Zeit verbracht und jetzt musste sich für die letzte Hälfte doch mal was ändern.
Dann kam der Abschied...
ja war schon ein wenig traurig...
Wir Brüder hatten aber echt keine Lust das letzte Foto auch traurig zu gestalten, also kamen da diese zwei Fotos mit diesen bildhübschen Kerlen raus.
Dann kam der Abschied...ja war schon ein wenig traurig...
Wir Brüder hatten aber echt keine Lust das letzte Foto auch traurig zu gestalten, also kamen da diese zwei Fotos mit diesen bildhübschen Kerlen raus.
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| Links zwei stolze Onkel, rechts unser Neffe und Prinz des Hauses Alejandro |
Richtig lieb sind alle zu mir, Diego teilt sogar extra sein Zimmer mit mir, dass ich bei ihnen unterkommen kann. Diese Gastfreundschaft hier ist unglaublich.
Ich finde es einfach feierlich einen Freund auf einmal als seinen Bruder zu haben. Das wird eine geile Zeit! Vor allem haben diese Woche die Ferien angefangen, verdammte 3 Monate Ferien. Das nenne ich Leben! Das sind dann jetzt ja wirklich 3 Monate Ferien aufm Äquator, kann man mal machen, kann man sich mal gönnen.
Kollegen in Deutschland bei kaltem grauen Wetter und Arbeit, ich fühle mit euch und stehe euch in dieser schwierigen Zeit bei.
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| Mit Brüderchen Diego |
Kollegen in Deutschland bei kaltem grauen Wetter und Arbeit, ich fühle mit euch und stehe euch in dieser schwierigen Zeit bei.
Mit meinem neuen Bruder verbringe ich zwar auch viel Zeit im Haus, es ist aber was ganz anderes, ob man alleine Zeit im Haus verbringt und sich langweilt oder ob man mit einem gleichaltrigen Bruder abhängt und sich einfach wohlfühlt.
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| Mit Diego geht jetzt die Arbeit los |
Das nächste große Event kommt jetzt, Karneval! Da freu ich mich schon mega drauf. Ich fahre mit Diego und Freunden an den Strand, um da dann Fiesta pur zu machen. Ich stelle mir Karneval hier echt als große Sache vor (Karneval und Südamerika, das hat was zu bedeuten, man denkt da zum Beispiel mal an Rio de Janeiro und Karneval, oh yeah).
Ansonsten sind wir gerade am Planen einer eventuellen Reise auf die Galapagosinseln. Das wäre die krankeste Traumerfüllung, die es für mich geben kann, wenn wir das hinbekommen würden. Diesen Teil von Ecuador muss ich einfach gesehen haben.
Ende diesen Monats gehts mit der Organisation auf Vulkanreise, das komplette Gebirge abklappern, dort habe ich nämlich echt noch nicht viel gesehen. Mal sehn ob uns der eine oder andere Vulkan mit Lava bespuckt. Am Ende komme ich dann als gegrilltes ecuadorianisches Meerschweinchen nachhause.
Ganz viel Ferien bedeutet bei uns auch ganz viele Pläne.
Ich berichte dann natürlich, um euch alle so richtig heftig neidisch zu machen.
Den Februar/März über werde ich übrigens einen Monat freiwillige soziale Arbeit leisten. Ehrlich gesagt keine Ahnung, was mich da so erwartet und was ich machen muss (das liegt da dran, dass ich Schlaufuchs immer noch nichts gefunden habe), aber bekanntlicherweise bin ich ja offen für alles. Wer sich schon nach Ecuador für ein Jahr wagt, der lässt sich auf verdammt viel Abenteuer ein, dann ist ein wenig soziale Arbeit doch auch ganz easy gemacht!
Schneller Themenwechsel!:

Alles in allem bin ich gerade einfach nur glücklich wie es gekommen ist. Ich habe aus ziemlich eigener Kraft meine Familie gewechselt und darf jetzt bei wunderbaren Menschen im Haus wohnen, was will man mehr? Ich auf jeden Fall bin glücklich.
Alle möglichen Wechsel habe ich natürlich mal wie immer voll ausgelutscht: Schule und jetzt Familie.
Ich mache es mir wirklich nicht einfach, aber ich mache es mir so wie ich es haben will, und ich will es perfekt. Jetzt ist es perfekt und ich bin ruhig und nerve euch nicht mehr mit meinen schlimmen Qualen und Problemen ;)
Mit diesen ganzen Neuigkeiten lasse ich euch jetzt wirklich in Ruhe. Ich melde mich bald wieder, verspreche aber, dass ich euch so News wie heute nie mehr liefern werde.
Grüßt mir den Winter und passt auf, dass ihr euch keinen Schnupfen holt.
Bis ziemlich bald,
Euer Jona
P.S.: Grüße von meiner neuen Familie an meine Fangemeinschaft!
(meine Freunde der Nacht,immer mit der Ruhe, Familienfotos kommen dann, wenn es welche gibt)
Ich berichte dann natürlich, um euch alle so richtig heftig neidisch zu machen.
Schneller Themenwechsel!:
Da euch bestimmt interessiert, wie die die Leute und Freunde so in meinem Alter hier sind, hier habt ihr die beste Präsentation von uns, ein Fotoalbumreifes Klassenfoto von unser "kleinlichen" Klasse:

Alles in allem bin ich gerade einfach nur glücklich wie es gekommen ist. Ich habe aus ziemlich eigener Kraft meine Familie gewechselt und darf jetzt bei wunderbaren Menschen im Haus wohnen, was will man mehr? Ich auf jeden Fall bin glücklich.
Alle möglichen Wechsel habe ich natürlich mal wie immer voll ausgelutscht: Schule und jetzt Familie.
Ich mache es mir wirklich nicht einfach, aber ich mache es mir so wie ich es haben will, und ich will es perfekt. Jetzt ist es perfekt und ich bin ruhig und nerve euch nicht mehr mit meinen schlimmen Qualen und Problemen ;)
Mit diesen ganzen Neuigkeiten lasse ich euch jetzt wirklich in Ruhe. Ich melde mich bald wieder, verspreche aber, dass ich euch so News wie heute nie mehr liefern werde.
Grüßt mir den Winter und passt auf, dass ihr euch keinen Schnupfen holt.
Bis ziemlich bald,
Euer Jona
P.S.: Grüße von meiner neuen Familie an meine Fangemeinschaft!
(meine Freunde der Nacht,immer mit der Ruhe, Familienfotos kommen dann, wenn es welche gibt)







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